Frau Thode gewinnt die Wahl unter den Lehrerinnen des Max‘

Das Interview führte Svenja Wagner

Claudia Thoder ist, wie Herr Hessel, erst seit diesem Schuljahr an dieser Schule. Trotzdem gewann sie die Wahl zur „Lehrerin des Jahres“ für dieses Schuljahr 2015/2016. Nach Hessel bekam sie sogar die zweit meisten Stimmen von den Schüler des Max.

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Foto: Svenja Wagner

Die angehende Englisch- und Religionslehrerin hat in diesem Jahr innerhalb ihres Referendariats die 9FL in Englisch unterrichtet und hat neben der 6a und 7a auch andere Klassen und Kurse teilweise unterrichtet. Denn noch blieb ihr auch noch genügend Zeit, eine AG zu leiten. Im Interview erzählt sie unter anderem von ihren Erfahrungen in diesem Schuljahr:

Sie sind neu an unserer Schule und erst Referendarin. Was sagen Sie dazu, dass Sie jetzt zur „Lehrerin des Jahres“ gewählt wurden?

Von dem Ergebnis bin ich völlig überrascht und habe damit gar nicht gerechnet. Vor allem, weil ich neu an der Schule bin. Ich fühle mich sehr geehrt und diese Wahl motiviert und bestätigt mich, dass ich den richtigen Beruf gewählt habe und ich etwas richtig mache. Danke an alle, die mich gewählt haben. Über den Titel freue ich mich wirklich sehr.

Was denken Sie, warum die Schüler Sie gewählt haben?

Ich versuche immer offen und authentisch zu sein. Ich denke, dass die Schülerinnen und Schüler das merken und wertschätzen. Ich habe Spaß an meinem Job, mag es mit Menschen zu arbeiten und versuche immer ein offenes Ohr für die Schülerinnen und Schüler zu haben. Vielleicht wurde ich aus einem dieser Gründe gewählt.

Was wollen Sie als Lehrerin bei den Schülern erreichen? Haben Sie dabei eine gewisse Strategie, die Sie als Lehrerin verfolgen?

In erster Linie möchte ich natürlich Inhalte vermitteln. Wenn das Thema es zulässt, versuche ich den Unterricht für Schüler so attraktiv wie möglich zu gestalten. Wenn man motiviert ist, lernt man leichter. Das ist meine Strategie. Ich wünsche mir einfach, dass Schüler gerne in meinen Unterricht kommen, auch wenn meine Fächer vielleicht keine Lieblingsfächer sind.

Wann haben Sie sich dazu entschieden, Lehrerin zu werden? Gab es vielleicht einen bestimmten Moment?

In meiner eignen Schulzeit wusste ich schon, dass ich auf jeden Fall diesen Beruf ergreifen möchte. Ich habe in der elften Klasse in Englisch ein Referat über Sekten gehalten. Irgendwie wurde daraus eine ganze Schulstunde (45 Minuten) und da habe ich gemerkt, dass mir das sehr viel Spaß gemacht hat. Das war der bestimmte Moment und ich kann mich noch an viele Details dieser Stunde erinnern.

Gibt es einen Grund, warum Sie an einem Gymnasium unterrichten wollen?

Auf dem Gymnasium habe ich die Möglichkeit sowohl jüngere als auch ältere Schülerinnen und Schüler zu unterrichten. Unterstufe, Mittelstufe und Oberstufe haben andere Ansprüche und Herausforderungen für mich. Genau diese Abwechslung finde ich gut.

Ist das Referendariat beziehungsweise der Beruf bisher so, wie Sie es sich vorgestellt haben?

Das Referendariat ist eine spezielle Herausforderung und nicht wie der Alltag eines Lehrers. Noch werde ich viel beobachtet und lerne täglich dazu. Der Berufsalltag wird dann mit mehr Stunden auf eine andere Art und Weise stressig, aber das ist okay, denn ich liebe meinen Beruf. Und nein, der Beruf ist nicht so wie ich es mir vorgestellt habe. Er ist viel besser!

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

Am liebsten verbringe ich meine Freizeit mit meinen Freunden. Da die meisten von ihnen nicht in Ostfriesland wohnen, besuche ich sie – natürlich nur, wenn die Zeit es erlaubt. Ich lese gerne, höre Musik, treibe Sport und gucke Serien. Wenn das Geld es erlaubt, reise ich auch gern außerhalb von Deutschland.

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